Trakehnerstute Bea

Meine Pferde


Mit Bea durch den Wald zu galoppieren, wenn der Wald rauscht, weil gerade ein Gewitterschauer über die Blätter prasselt und einem die Regentropfen ins Gesicht klatschen – das ist für mich pures Glücksgefühl. In ruhigen, langen Sprüngen gleitet sie dahin, eine mächtige Stute, dennoch in Harmonie mit sich selbst und stets bei mir. Sie ist ein wundervolles Reitpferd und die langen gemeinsamen Ausritte im Wald haben mir immer viel Freude bereitet.


Wie Bea zu ihrem Namen kam Bea wurde am 27.01.1994 von meiner Stute „Rheinwind“ in meine Arme geboren und ich habe sie ihr ganzes Leben lang, bis heute behütet.

Ihren Namen bekam sie von ihrer Taufpatin Bea Borelle, die damals eine Schülerin von Linda Tellington-Jones in der TT.E.A.M Practitioner Ausbildung war und heute Ausbilderin der Schule der Légèreté ist und mit ihrem Mann Philippe Karl in Frankreich lebt. Bea Borelle besuchte mich einst in Speyer, als Bea noch ganz klein war und erwies mir die Ehre, bei einer kleinen Tauffeier für das Fohlen, dem kleinen Wesen ihren Namen zu verleihen.

Eine wundervolle Mutter meiner Fohlen Bea wurde im Laufe der Zeit selbst zweimal Mutter und hat mir wunderschöne Fohlen gebracht – den schicken, braunen Hengst „Sommerwind“ und die kecke Stute „Frühlingswind“, liebevoll Filia genannt, was Tochter bedeutet. Beide stammen von dem Bundeschampionatssieger „Denario“ ab.

Bea ist die dritte Stutengeneration in meinem Stall. Ihre großen klugen Augen blicken mich immer sehr eindringlich an. Sie vertraut mir und das schon seit über 26 Jahren. Ja, sie ist alt geworden, etwas Arthrose und auch ein paar schmerzende Zähne, das ist die Bürde des Alters, aber ich denke sie ist zufrieden. Zusammen mit ihrem Bruder Noel, von dem ich im letzten Jahr in der Agenda berichtet habe, genießt sie ihre Rente und schaut hinüber zu ihrer Tochter Filia, die gerade ihr erstes Fohlen „Sternenwind“ säugt, welches wir Stella rufen. Aus seinem Stallfenster gegenüber schaut Beas Vater, mein 35 Jahre alter Trakehnerhengst „Falkenwind“, genannt Fritz. Er ist zwar mittlerweile fast blind, aber seine Enkelin kann er noch gut erkennen, denn Filia ist ein Schimmel geworden und auch seine Urenkelin Stella wird mal weiß werden.



Bea dagegen ist komplett braun ohne das kleinste Abzeichen. Sie ähnelt sehr ihrer Urgroßmutter „Feenwind“, meiner ersten Stute im Stall. Sie stammt von „Donauwind“ ab, einem der legendären Hengste der Trakehnerzucht.


Die Stute „Feenwind“ habe ich als Fohlen gekauft und groß gezogen. Doch dass sie 1.75 m Stockmaß haben würde, das konnte ich damals nicht ahnen. Bea, ihre Enkelin erreicht gute 1.72 m und ist damit das größte Pferd in meinem Stall. Sie wirkt noch imposanter, wenn die beiden Shetlandponys Hexe und Glory neben ihr stehen, mit knapp 1.10 m Stockmaß.


Meine Pferdefamilie Ja, mein Stall ist eine bunte Mischung aus Pferden, die ich selbst gezüchtet habe, oder die mir „in die Tasche gesprungen sind“. Von Rociero dem Hispano-Araber, der mir am Strand von Roche in Spanien begegnet ist, habe ich hier in meinem Blog schon erzählt. Auch von Essnabi meinem Berberhengst, den mir der König von Marokko geschenkt hatte, sowie von Lilly, dem kleinen Fohlen, das nicht leben wollte und natürlich von meinem treuen Fritz, dem beständigsten Mann in meinem Leben oder von Sommerwind, dem jungen Wilden.

Es gibt noch viele Geschichten, ganz private und kleine, lustige und traurige, die ich euch gerne noch erzählen möchte. Schaut doch einfach immer mal wieder hier in meinem Blog vorbei.





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